Einnässen, Einkoten

Beim Einnässen wird primäres (das Kind war nie trocken) von sekundärem Einnässen (das Kind war mindestens 6 Monate lang trocken) unterschieden sowie Einnässen am Tage und Einnässen in der Nacht. Die häufigste Form ist das nächtliche Einnässen. Bei der primären Enuresis liegt eine verzögerte Entwicklung der Blasenkontrolle vor. Organische Ursachen müssen urologischerseits ausgeschlossen werden. Das nächtliche Einnässen weist eine hohe Spontanremission auf. Die Therapie ist der Einsatz eines Klingelapparates und es kommen verschiedene verhaltenstherapeutischen Strategien zur Anwendung. Wichtig ist, dass Bestrafungen, Beschimpfungen oder abendlicher Flüssigkeitsentzug unsinnig sind.

Unter Einkoten wird die regelmäßige unwillkürliche Stuhlentleerung in die Kleidung verstanden nach dem 4. Lebensjahr, ohne dass organische Erkrankungen vorliegen. Häufig ist das Einkoten mit Beziehungsstörungen und emotionalen Beeinträchtigungen verbunden, so dass eine ausführliche kinder- und jugendpsychiatrische Untersuchung erfolgen sollte. Psychotherapie, Elternberatung und Heilpädagogik kommen zur Anwendung.

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