Schlaganfall

Schlaganfall ist der Sammelbegriff für unterschiedliche cerebrovaskuläre Erkrankungen mit akut auftretenden neurologischen Beschwerden. Die Beschwerdesymptomatik ist unabhängig von der Ursache, sie richtet sich nach dem Ort der Läsion im Gehirn. So kann es beispielsweise zu halbseitigen Lähmungen, zu Gangstörungen, zu Sprachstörungen, zu Ausfällen der Hirnnerven oder zu Sehstörungen unterschiedlichster Art kommen. Begleitbeschwerden können Kopfschmerzen und Bewusstseinsstörungen sein.

Mögliche Risikofaktoren wie Alter, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Blutzuckererkrankung, starkes Rauchen, Einnahme der Pille usw. sind zu eruieren. Auch sollte nach früher stattgehabten vorübergehenden neurologischen Symptomen im Sinne von transitorisch-ischämischen Attacken (z.B. vorübergehender Sehverlust) gefragt werden.

Unterschiedliche Ursachen für cerebrale Durchblutungsstörungen neben Alter und Bluthochdruck, kardialen Erkrankungen sowie Blutzucker und Nikotinabusus sind noch Störungen des Lipidstoffwechsels, eine chronische Alkoholerkrankung sowie ein Übergewicht (Adipositas). Auch Gefäßveränderungen der hirnversorgenden Gefäße sind zu nennen.

Immer sind genaue neurologische Untersuchungen erforderlich sowie bildgebende Verfahren, Dopplersonographie und internistische Untersuchungen, um die Risikofaktoren zu klären. Bei akuten erstmaligen Beschwerden ist meist eine stationäre Behandlung erforderlich.

Grundsätzlich ist eine Durchblutungsstörung von einer Blutung abzugrenzen, so dass meist akut eine Bildgebung erforderlich ist.

Wann immer es zu akuten neurologischen Symptomen, die für einen Schlaganfall sprechen könnten, auftreten, ist eine notfallmäßige Einweisung in eine neurologische Klinik erforderlich.

Zur Vorbeugung eines Schlaganfalls, wenn bereits Vorboten aufgetreten sind oder wenn bereits ein Schlaganfall aufgetreten ist, können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen. Immer ist in der Individualsituation zu klären, welches Therapieregime für den Patienten sinnvoll ist. Dies wird insbesondere auch von seinem spezifischen Risikoprofil abhängig sein. Die Sekundärprävention versucht einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden durch Optimierung der Einstellung der individuellen Risikofaktoren.

Schlaganfall Gesellschaft

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